Da der Vodafone eigene Router „Vodafone Station“ nicht so viele Funktionen hat, habe ich mir eine FRITZ!Box 6660 Cable gekauft. Diese habe ich nicht über Vodafone bezogen sondern ganz normal im Handel.

Hier zeige ich euch, wie ihr euren eigenen Router für Vodafone Kabel nutzen könnt.

Hier zwei nützliche Webseite zu dem Thema:

Ich habe ca. 15 Minuten für den Wechsel benötigt. Insgesamt läuft der gesamte Prozess sehr einfach ab.

1. Schritt für Schritt Anleitung zur Installation

Hier zeige ich euch nun alle einzelnen Schritte.

Nachdem ihr eure Fritzbox angeschlossen habt müsst ihr auf folgende Webseite gehen: 192.168.178.1

Hier könnt ihr nun eure Sprache auswählen

Anschließend müsst ihr euer Admin Kennwort eingeben. Dies findet ihr auf der Rückseite der Fritzbox.

Jetzt wählt ihr euer Land aus.

Danach könnt ihr wählen, ob ihr „Diagnosedaten“ zu AVM schicken möchtet.

Jetzt müsst ihr euren Kabelanbieter auswählen. Bei mir ist das „Vodafone / Kabel Deutschland“.

Im nächsten Schritt bekommt ihr genau gesagt, was ihr tun müsst.

Möglicher Fehler: https://kabelmodemaktivieren.vodafone.de nicht erreichbar

Bei mir sah es zuerst so aus, als ich auf den Link geklickt hatte:

Das Problem war, dass ich den Google DNS „8.8.8.8“ genutzt hatte.

Die Lösung ist, dass ihr den DNS Server der Fritzbox verwendet. Anschließend klappt es ohne Probleme.

Wenn nun alles funktioniert, solltet ihr diese Webseite sehen.

Hier gebt ihr nun eure Kundennummer sowie den Aktivierungscode ein. Dies habt ihr beides in einem Brief von Vodafone zur Vertragseinrichtung bekommen, auch wenn ihr wie ich den Standard Vodafone Router gewählt habt.

Nachdem ihr alles eingetragen habt müsst ihr hier noch zustimmen.

Nun bekommt ihr eure SIP Daten angezeigt. Diese benötigen wir gleich. Also lasst diese Webseite offen! Dies ist wichtig, da ihr die Daten von hier „kopieren“ könnt. Ich hatte mir die Zugangsdaten als PDF runtergeladen. Leider lassen sie sich daraus nicht kopieren, weshalb ich alle Daten abschreiben musste.

Nun wechselt ihr auf den alten Tab zurück und starte die Fritzbox neu.

Nach dem Neustart könnt ihr nun die Telefone einrichten.

Dazu klickt ihr auf „Neue Rufnummer einrichten“.

Nun kopiert ihr die Daten aus dem Vodafone Tab hier rein.

Mit einem Klick auf „Weiter“ werden eure Eingaben geprüft. Sollte alles korrekt sein sieht es so aus.

Im letzten Schritt bietet mir die Fritzbox noch ein Update an. Dies könnt ihr hier direkt mit einem Klick installieren.

Nach dem Update seht ihr die gewohnte Fritzbox Übersicht. Mir wurde angezeigt, dass mein Internet nicht zur Verfügung steht. Nach ca. 20 Sekunden wurde es dann aber korrekt angezeigt.

Nun könnt ihr eure Fritzbox noch konfigurieren.

Wichtig ist, dass ihr die Vodafone Station aufheben müsst. So müsst ihr zum Beispiel diese im Fehlerfall anschließen, damit Vodafone darauf zugreifen kann. Dies und noch einiges andere sind die „besondere Bedingungen“, welche wir während der Einrichtung gefragt wurden.

1.2 Speedtest

Laut Speedtest ist alles gut und ich habe fast die komplette Geschwindigkeit. Diese Schwankungen sind ganz normal.

1.3 WLAN der Fritzbox 6660 Cable

Im Netz liest man viele Berichte darüber, dass das WLAN der Fritzbox 6660 Cable nicht so gut sein soll. Daher habe ich es selbst getestet. Dazu habe ich mir einen WLAN Anlayser (gibt ca 100 Apps dafür im Google Store) aufs Handy installiert.

Ich hatte überall schlechtere Werte als mit der Vodafone Station. Wo ich mit der Vodafone Station ca. 60% Signalstärke hatte, sind es mit der Fritzbox nur noch 50%. Dies ist auch an anderen Stellen in meiner Wohnung der Fall. Wegen WLAN sollte man also NICHT auf die Fritzbox 6660 Cable wechseln. Dass das WLAN nicht sooo gut sein soll, das habe ich ja im Internet vorher schon lesen können, aber dass es schlechter ist als bei der Vodafone Station, das überrascht mich.

1.4 Warum ich gewechselt bin

Ich finde die Software der Vodafon Station einfach nicht gut. Insgesamt reagiert das Menü immer sehr langsam. Manchmal bekamen Endgeräte keine IP Adressen zugewiesen. Der Funktionsumfang ist ebenfalls begrenzt.

Nachtrag vom 13.05.2021: Warum ich wieder zurück zur Vodafone Station bin

Nachdem ich einige Zeit die Fritzbox hatte, bin ich nun wieder zurück zur Vodafone Station gewechselt. Die Gründe nennen ich euch hier:

Ich bekam im Webinterface sehr viele Fehler angezeigt.

Diese Zahlen gingen immer höher und ich hatte das Gefühl, dass sich nach einigen Tagen die Fritzbox einfach „aufhängt“. Nach einem Neustart funktionierte es dann wieder einige Tage. Das war irgendwie unbefriedigend für mich.

Daher habe ich bei Vodafone angerufen und den Fehler gemeldet. Dort wurde mir gesagt, dass die original Vodafone Station angeschlossen sein muss um Fehler durch andere Hardware auszuschließen. Dies führte dazu, dass ich also wieder die Vodafone Station anschließen musste, da sonst kein Support durch Vodafone möglich war.

Ich habe im Internet viel recherchiert und einige User gefunden, die scheinbar bei der selben Fritzbox sehr hohe Fehler hatte. Diese hatten immer empfohlen die neuste Fritzbox Firmware Beta („Labor Version“) zu installieren. Hier könnt ihr euch die Labor Firmware Versionen anschauen sowie was verbessert wurde.

https://avm.de/fritz-labor/frisch-aus-der-entwicklung/neuesverbesserungen/

Dort sah ich dann unter anderem, dass folgendes Behoben wurde in der Beta Firmware:

Ich persönlich fand das ziemlich krass, dass solche in meinen Augen essentielle Sachen, erst durch ein neues Beta Firmware Updates verbessert werden, obwohl die Fritzbox 6600 schon viele Monate (Jahre?) auf dem Markt ist.

Da ich einige Spiele spiele und gleichzeitig viele Onlinekonferenzen habe, dachte ich mir, dass es vlt. etwas damit zu tun haben könnte. Ich habe jedoch das Beta Firmware Update nie installiert.

Die Vodafone Station läuft seitdem ohne Probleme. Man muss leider dazu sagen, dass die Vodafone Station auch nicht die Möglichkeit bietet Fehler angezeigt zu bekomme. Ich muss aber nicht alle paar Tage den Router neu starten und das ist für mich schon eine deutliche Verbesserung.

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Christian

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2 Kommentare

  1. Hallo, Christian,
    erst einmal vielen Dank für Deinen Artikel. Das ist sehr hilfreich und sehr interessant.

    Du schreibst, Du würdest (nach Deiner Rückkehr zur Vodafone Station wohl auch über diese) viele Videokonferenzen führen. Ich habe hier gerade das Problem, dass ich (Kabel-Anschluss bei Vodafone/Ex-Unitymedia) zwar wunderbar mit Teams oder WebEx konferieren und den Desktop teilen kann, bei Skype for Business jedoch immer wieder auf das Problem stoße, dass zwar die Videoverbindung läuft, aber mein Desktop nicht übertragen wird (oder auch der Desktop von anderen Teilnehmern bei mir nicht angezeigt wird). Manchmal funktioniert es auch, bricht dann aber nach ein paar Minuten wieder ab. An nicht offenen Ports oder Ähnlichem kann es also nicht liegen.

    Ich habe im Internet diverse Postings gefunden von Leuten, die dasselbe Problem haben – auch bei Vodafone. Das Problem scheint seit 2012 bekannt zu sein.

    Meine Frage daher: Kennst Du dieses Phänomen bei Skype for Business bzw. hast Du dafür ggf. sogar schon eine Lösung gefunden? „Mein“ IT-ler sagt mir, dass ich als letzte Möglichkeit noch eine Fritz!Box anschließen könne. Da die (6591 Cable) allerdings derzeit 300,- Euro kostet, würde ich das ungern machen, ohne dass ich hierzu schon einmal eine Erfolgsmeldung gehört hätte.

    Vielleicht kannst Du mir ja hier weiterhelfen?

    Vielen Dank im Voraus für Deine Bemühungen.

    Viele Grüße
    Sebastian

    • Hallo Sebastian,
      ich nutze kein Skype, daher kann ich dazu nichts sagen.
      Aber Cisco Webex, Jitsi, BigBlueButton funktioniert bei mir ohne Probleme.

      Viele Grüße
      Christian

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